Mönchstein der Marienkirche Bergen
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Mönchstein der Marienkirche Bergen

Dieser zweite wahrscheinlich slawische Bildstein von Rügen befindet sich eingemauert an der äußeren Turmwestwand der Klosterkirche von Bergen. Dieser zweite wahrscheinlich slawische Bildstein von Rügen befindet sich eingemauert an der äußeren Turmwestwand der Klosterkirche von Bergen. Auf der flachen spitz nach oben zulaufenden Platte, die aus Granit besteht und 1,17 x 0,41 m misst, ist eine männliche Gestalt abgebildet. Im Mittelteil ist das Relief stark verwittert. Vermutlich war hier ein Trinkhorn abgebildet, das der Mann in Mantel und Mütze in der Hand hielt. Bis ins 19. Jh. war auf dem sog. „Mönchstein“ ein Kreuz erkennbar, das sich in Schulterhöhe des dargestellten Mannes befand. Autor: Dr. Katrin Staude / Archäo Tour Rügen, archaeo-tour-ruegen.de

Mönchstein der Marienkirche Bergen – slawischer Bildstein auf Rügen

Der Mönchstein der Marienkirche Bergen auf Rügen gehört zu den rätselhaftesten archäologischen Zeugnissen der Insel. Der Granitstein ist eingemauert in die äußere Turmwestwand der Klosterkirche von Bergen und zählt zu den wenigen wahrscheinlich slawischen Bildsteinen, die in Mecklenburg-Vorpommern erhalten geblieben sind.

Slawischer Bildstein an der Klosterkirche Bergen – Details zum Relief

Die flache, spitz nach oben zulaufende Granitplatte misst 1,17 × 0,41 Meter und zeigt eine männliche Gestalt in Mantel und Mütze. Der Mittelteil des Reliefs ist stark verwittert; vermutlich war dort einst ein Trinkhorn dargestellt. Noch bis ins 19. Jahrhundert war auf dem sogenannten „Mönchstein" ein Kreuz in Schulterhöhe der abgebildeten Figur erkennbar. Die genaue Entstehungszeit und Bedeutung des Steins sind bis heute nicht abschließend geklärt und machen ihn zu einem spannenden Objekt der Rügener Kulturgeschichte.

Anreise zum Mönchstein der Marienkirche in Bergen auf Rügen

Bergen auf Rügen ist bequem mit der Bahn erreichbar – der Bahnhof Bergen auf Rügen liegt nur etwa einen Kilometer entfernt. Mit dem Auto bietet sich die Autobahnauffahrt Samtens an, rund zehn Kilometer vom Ziel entfernt. Wer per Fähre auf die Insel kommt, nutzt am besten den Fährhafen Stralsund, von dem aus Bergen auf Rügen in wenigen Minuten zu erreichen ist.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Bergen auf Rügen

Markt Bergen auf Rügen

Markt Bergen auf Rügen

📍 Bergen auf Rügen

Der Markt in Bergen - historisch und heute Platz regen Stadtlebens. Der heutige Marktplatz wurde um 1540 als „Olde Richt-stede“ bezeichnet. Alte Zeichnungen bezeugen, dass auf diesem Platz ein Scharren stand. Dieses Gebäude, in dem unter anderem Feuerspritzen untergebracht waren, diente zeitweilig den Bäckern, Fleischern und Bauern zum Ausstellen ihrer Erzeugnisse an Markttagen. Der Scharren wurde 1850 abgerissen. Neben dem Scharren, an der Stelle, wo heute das Postamt steht, befand sich eine Wasserstelle, der so genannte „Pfuhl“. Er diente als Feuerlöschteich und Pferdetränke und wurde Ende des 19. Jahrhunderts trockengelegt. Aus allen Himmelsrichtungen kommend, münden die Straßen auf dem heutigen Markt. Die heutige Pflasterung des Marktes nimmt Bezug auf den historischen Handelsweg, der durch die Fischer und Händler aus Zittvitz und Buschvitz, wo sich um 1800 Büdnerstellen und Bootskaten befanden, genutzt wurde. Am Markt befinden sich historisch bedeutsame Bauwerke und Anlagen, wie die Kirche „St. Marien“ mit dem Klosterareal. Auch die anderen Gebäude aus verschiedenen Stilepochen, wurden in den letzten 15 Jahren liebevoll saniert. Der zentrale neue Brunnen erinnert an den ehemaligen Pfuhl und lädt zum Verweilen ein.

St. Bonifatiuskirche Bergen

St. Bonifatiuskirche Bergen

📍 Bergen auf Rügen

Die St. Bonifaziuskirche Rügen ist Sitz der katholischen Kirchengemeinde auf Rügen. Die Kirche St. Bonifatius in Bergen auf Rügen ist Sitz der einzigen katholischen Gemeinde auf der Insel Rügen. Bereits zu Anfang des 19. Jahrhunderts unternahm der Stralsunder Pfarrer Wendelin Zink seelsorgliche Reisen auf die Insel Rügen und hielt in Privathäusern ansässiger Katholiken Gottesdienste. 1863 wurde am Rand der Stadt Bergen ein Missionshaus mit einer am 8. September geweihten Kapelle errichtet. Nach Genehmigung der Einrichtung einer Missionspfarrei durch den preußischen Staat 1864 wurde Gustav Machai der erste katholische Pfarrer auf Rügen, der bis 1869 wirkte. Neben einem Pfarrhaus bestand von 1867 bis 1878 auch eine katholische Schule. 1871 gab es auf Rügen etwa 700 Katholiken. Am 1. Juli 1910, als die Gemeinde bereits zu groß für die Kapelle geworden war, wurde sie zur selbständigen Pfarrei erhoben. Der damalige Pfarrer Maximilian Kaller - er wirkte von 1905 bis 1917 - sammelte Gelder für den Neoromanischen Neubau, der 1912 vollendet wurde. Später errichtete Kaller eine Tochterkirche in Garz. Nach seinem Scheiden ging er an die Berliner Sankt-Michaels-Kirche.

Billroth-Haus in Bergen auf Rügen

Billroth-Haus in Bergen auf Rügen

📍 Bergen auf Rügen

Im Billroth-Haus in Bergen wurde einst der bekannte Chirurg Theodor Billroth geboren. Das Haus wurde 1800 als Bürgerhaus erbaut. 1829 wurde hier Theodor Billroth geboren. Nachdem er die ersten 3 Jahre seiner Kindheit hier verbrachte, lebte er in Greifswald. Nach Stationen wie Göttingen und Berlin erhielt Billroth 1859 eine Berufung als Professor der Chirurgie in Zürich. Billroths Hauptverdienst war das Entwickeln neuer Operationsmethoden für Magenresektionen (erstmalig 1881 an der Universität Wien). Das Anlegen von Krankenblättern“ ist ebenfalls auf ihn zurückzuführen. Er war einer der hervorragendsten Chirurgen seiner Zeit. 1892, noch zu seinen Lebzeiten, wurde er durch die Gedenktafel aus Bronze geehrt. 1998 übernahm die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie das Haus, die damit die Leistungen Theodor Billroths für die Chirurgie würdigten. Billroth starb 1894 und wurde in Wien beigesetzt. Zur Veranstaltung „Hauskonzert bei Billroth“ sind die Räumlichkeiten öffentlich zugänglich.