Schwedenschanze - Slawische Höhenburg
Slawische Höhenburg Camitz – Burgwall im Recknitztal
Die sogenannte Schwedenschanze bei Camitz ist tatsächlich eine slawische Höhenburg – der Begriff „Schwedenschanze" ist historisch irreführend und falsch. Die Anlage liegt südwestlich von Camitz in einem Waldgebiet und ist Teil der geschichtsreichen Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns, die sich von der Ostseeküste bis ins Binnenland erstreckt. Der Burgwall besitzt einen Durchmesser von rund 80 Metern und ist noch gut im Gelände erkennbar.
Strategische Lage am Recknitztal – Bauprinzip der slawischen Burg
Die Höhenburg war bewusst am Rand des Recknitztals errichtet worden – eine klassische Schutztaktik der Slawen in der frühmittelalterlichen Ostseeregion. Einen massiven Wall bauten sie ausschließlich zur Landseite hin, während das steil abfallende Tal zum natürlichen Schutz diente. Zur Talseite hin ergänzten vermutlich Palisadenwände die Befestigung. Ähnliche Burgwallanlagen finden sich auch in anderen Teilen von Mecklenburg-Vorpommern, etwa im Umland von Stralsund, Greifswald oder entlang der Küstenregion des Fischland-Darß-Zingst.
Anreise zur Slawischen Höhenburg bei Camitz
Der nächstgelegene Bahnhof ist Altenwillershagen, rund 8,4 km entfernt. Auch über den Bahnhof Ribnitz-Damgarten Ost (ca. 10,2 km) ist die Anlage gut erreichbar. Mit dem Auto eignet sich die Autobahnauffahrt Raststätte Lindholz (ca. 14,7 km) als Orientierungspunkt. Wer die Ostseeküste per Fähre erkundet, kann außerdem die MS „Boddenkieker" als Ausgangspunkt nutzen (ca. 12,8 km).