Schäferstein Dammereez
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Schäferstein Dammereez

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Feldweg zwischen Dammereez und Dersenow

19273 Dammereez

Mitten auf dem Acker zwischen Dammereez und Dersenow steht ein steinernes Kreuz. Der grob behauene rote Granit erinnert an einen Mord, der sich an jener Stelle im späten Mittelalter zugetragen haben soll. Etwa 750 Meter hinter dem Ortsausgang Dammereez, an einem Feldweg in Richtung Dersenow, kann man schon von weitem das etwa 160 Zentimeter hohe Steinkreuz erkennen, das von einem kleinen Geröllhaufen umgeben ist. Diese etwa faustgroßen Steine befinden sich fast immer an den sogenannten Sühnekreuzen. Nach alter Sitte wollte man so einen Erschlagenen bedecken, um gar nicht erst den Verdacht einer Mordtat aufkommen zu lassen. Auch der Aberglaube, der Tote könne auferstehen und sich für den feigen Mord rächen, führte zum Aufstellen solcher Sühnekreuze. Man glaubte damals, man könne den Toten damit bannen und somit unschädlich machen. Über den Dammereezer Stein gibt es allerdings keine Urkunden bzw. schriftlichen Überlieferungen. Lediglich eine Sage erzählt davon, dass das Kreuz aus Sühne für einen Totschlag am Tatort aufgestellt worden sei. Ob es sich bei dem Getöteten um einen Schäfer gehandelt haben könnte, ist nicht belegt. In der Phantasie der damaligen Bewohner war allerdings immer wieder das Kreuz als Symbol für einen Schäfer genannt worden; die um das Kreuz platzierten Steine sollten sinnbildlich die Schafherde darstellen. So bekam das Kreuz den Namen "Schäferstein".

Schäferstein Dammereez – ein Sühnekreuz mit dunkler Geschichte

Mitten auf einem Acker zwischen Dammereez und Dersenow steht ein steinernes Kreuz aus grobem roten Granit – der sogenannte Schäferstein. Rund 750 Meter hinter dem Ortsausgang Dammereez, entlang eines Feldwegs in Richtung Dersenow, ist das etwa 160 Zentimeter hohe Kreuz schon von Weitem sichtbar. Es erinnert einer örtlichen Sage zufolge an einen Totschlag, der sich hier im späten Mittelalter zugetragen haben soll.

Sühnekreuz und Aberglauben – Bedeutung der Steine rund um das Kreuz

Um das Kreuz herum liegt ein kleiner Geröllhaufen aus faustgroßen Steinen – ein typisches Merkmal solcher Sühnekreuze. Nach alter Sitte sollten die Steine den Erschlagenen bedecken, damit der Verdacht einer Mordtat verborgen bliebe. Zugleich glaubte man, der Tote könne auferstehen und sich rächen – das Kreuz sollte ihn bannen. Der Sage nach könnte es sich beim Getöteten um einen Schäfer gehandelt haben, und die umliegenden Steine sollen sinnbildlich seine Herde darstellen. Schriftliche Belege dafür gibt es allerdings nicht. Wer Interesse an mittelalterlicher Volkskultur und regionalen Sagen Mecklenburg-Vorpommerns hat – etwa vergleichbar mit den zahlreichen Bodendenkmälern rund um Wismar oder Stralsund – wird hier eine stille, aber eindrucksvolle Begegnung mit der Geschichte finden.

Anreise zum Schäferstein in Dammereez

Der nächstgelegene Bahnhof ist Brahlstorf, etwa 2,3 Kilometer entfernt. Wer mit dem Auto anreist, nutzt am besten die Autobahnauffahrt Zarrentin, rund 15 Kilometer vom Ort entfernt. Von dort führt der Weg durch die sanfte Hügellandschaft des westlichen Mecklenburgs direkt nach Dammereez.