Kirche Gresenhorst
Kirche Gresenhorst – ein besonderes Zeugnis der Nachkriegsgeschichte
Die Kirche Gresenhorst im gleichnamigen Ort nahe Rostock ist ein stilles Denkmal einer bewegten Geschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie von einheimischen Gresenhorster Familien und katholischen Umsiedlern gemeinsam errichtet – ein ungewöhnliches Beispiel gelebter Gemeinschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Heute wird die Kirche nicht mehr regelmäßig für Gottesdienste genutzt, ist aber als historisches Bauwerk von lokalem Interesse.
Katholische Siedlergemeinschaft in der Marlower Region
Die Geschichte der Katholischen Pfarrgemeinde Gresenhorst reicht zurück bis ins Jahr 1932. In den frühen 1930er-Jahren wurden in Mecklenburg zahlreiche verschuldete Güter aufgeteilt und als Bauernwirtschaften zum Kauf angeboten. Das zog auch Siedlerfamilien aus dem Osnabrücker Raum, dem Münsterland und dem Oldenburgischen in die Gegend um Marlow – und damit erstmals eine größere katholische Gemeinschaft in diese protestantisch geprägte Region an der deutschen Ostseeküste.
Anreise zur Kirche Gresenhorst
Mit der Bahn ist Gresenhorst über den Bahnhof Sanitz (bei Rostock) in rund 9 Kilometern erreichbar, alternativ über Gelbensande oder Ribnitz-Damgarten West. Mit dem Auto bietet sich die Autobahn-Auffahrt Speckmoor an, die etwa 13 Kilometer entfernt liegt. Aus Richtung Rostock kommend lässt sich der Besuch gut mit einem Ausflug entlang der Ostseeküste, etwa zum Fischland-Darß-Zingst oder nach Ribnitz-Damgarten, verbinden.