Slawischer Burgwall bei Groß Görnow
Slawischer Burgwall bei Groß Görnow – Zeugnis der Obotritenkultur
Der Slawische Burgwall bei Groß Görnow gehört zu den bemerkenswerten archäologischen Überresten Mecklenburg-Vorpommerns. Die über 1000 Jahre alte Höhenburg war einst Lebensraum des slawischen Stammes der Obotriten, der weite Teile der Region zwischen Ostseeküste und dem heutigen Mecklenburg besiedelte. Erstmals 1839 in der Literatur erwähnt, wurde die Anlage später archäologisch untersucht und gilt als typisches Beispiel slawischer Schutz- und Verteidigungsarchitektur.
Imposante Wallanlage aus Lehm und Feldsteinen
Der aus Lehm und Feldsteinen errichtete Wall erreicht stellenweise noch heute eine Höhe von acht Metern und misst an seiner Basis bis zu zehn Meter in der Breite. Der Innenbereich der Anlage umfasst rund drei Hektar. In einigen Abschnitten sind noch Reste eines vorgelagerten Grabens erkennbar, der ursprünglich drei bis vier Meter breit war. Solche mächtigen Wälle in Höhenlagen gelten als charakteristisches Merkmal der ersten slawischen Epoche – vergleichbare Anlagen finden sich vereinzelt auch an anderen Orten Mecklenburg-Vorpommerns, etwa im Umland von Rostock oder Wismar.
Anreise zum Slawischen Burgwall bei Groß Görnow
Mit der Bahn ist der nächstgelegene Bahnhof Blankenberg (Meckl), etwa 8,5 km entfernt, gefolgt von Bützow in rund 13,7 km Entfernung. Mit dem Auto bietet sich die Anfahrt über die Autobahnauffahrt Jesendorf an, die ca. 16 km entfernt liegt. Wer den öffentlichen Nahverkehr nutzt, kann den Neukloster ZOB als Ausgangspunkt wählen.