Lieper Zwillinge - 2 Findlinge mit Inschrift
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Lieper Zwillinge - 2 Findlinge mit Inschrift

Bei den Lieper Zwillingen handelt es sich um zwei, noch über 2,50 Meter aus dem Boden ragende, Findlinge, die im Jahr 1925 für Erholungssuchende und Wanderer aufgestellt wurden. Sie mahnen mit ihren Inschriften zur Achtung von Natur und Landschaft. Die Lieper Zwillinge befinden sich in einem Wald im Bereich des südlichen Oberhanges des Recknitztals, unweit des Dorfes Liepen und gehören zum LSG Lieper Burg. Die namensgebende Burg liegt ganz in der Nähe der Zwillinge: Den Weg am Feldrand den Berg hinauf gehend, gelangt man zur Lieper Burg, eine frühslawische Höhenburg aus dem 8. Jahrhundert mit beachtlichen Ausmaßen. Sie steht auf einem spornartigen Vorsprung in zwanzig Meter Höhe über dem Recknitztal. Der Durchmesser der Innenfläche zwischen den beeindruckenden Burgwällen beträgt über hundert Meter. Der nahe der Zwillinge gelegene Burgsee und der südöstlich der Lieper Burg gelegene Teufelssee sind nahe gelegene Wanderziele. Am Rand des tief in die Landschaft eingeschnittenen abflusslosen Kesselmoores des Teufelssees befindet sich ein Findlingsgarten, der zum Verweilen einlädt und eine wunderschöne Aussicht auf den See bietet.Tafeln eines Naturlehrpfades vermitteln Ihnen links und rechts des Wegs Informationen zu Flora und Fauna dieses Gebietes. Unweit des Teufelssees in Richtung Thelkow befindet sich zudem noch ein Großsteingrab aus der Jungsteinzeit. Es handelt sich um einen Urdolmen, die früheste Form der Grabanlagen aus der Megalithkultur und ist ca. 5.000 Jahre alt. Position Lieper Zwillinge: 54°03'33.7"N 12°33'26.9"E

Lieper Zwillinge in Liepen – zwei Findlinge mit Botschaft

Die Lieper Zwillinge bei Liepen in Mecklenburg-Vorpommern sind zwei imposante Findlinge, die noch über 2,50 Meter aus dem Waldboden ragen. Bereits 1925 wurden sie für Erholungssuchende und Wanderer aufgestellt. Ihre Inschriften mahnen noch heute zur Achtung von Natur und Landschaft – eine Botschaft, die in der naturreichen Ostseeregion nichts an Bedeutung verloren hat.

Naturlehrpfad, Burgsee und Teufelssee im Recknitztal

Die Findlinge befinden sich im Wald am südlichen Oberhang des Recknitztals und gehören zum Landschaftsschutzgebiet Lieper Burg. Ganz in der Nähe liegt die namensgebende Lieper Burg, eine frühslawische Höhenburg aus dem 8. Jahrhundert, die auf einem spornartigen Vorsprung rund zwanzig Meter über dem Recknitztal thront. Der Burgsee und der südöstlich gelegene Teufelssee sind lohnende Wanderziele. Am Teufelssee, einem abflusslosen Kesselmoor, lädt ein Findlingsgarten mit Aussicht zum Verweilen ein. Ein Naturlehrpfad vermittelt entlang des Weges Wissenswertes zu Flora und Fauna. Unweit des Teufelssees befindet sich zudem ein rund 5.000 Jahre alter Urdolmen aus der Jungsteinzeit.

Anreise zu den Lieper Zwillingen bei Liepen

Mit der Bahn ist der nächste Bahnhof Tessin in etwa 6,9 km Entfernung erreichbar. Mit dem Auto bietet sich die Autobahnauffahrt Tessin an der A19 an, die rund 5,5 km entfernt liegt. Auch über die Raststätte Lindholz ist der Ort gut erreichbar.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Liepen

Großsteingräber Liepen

Großsteingräber Liepen

📍 Liepen

Die Großsteingräber an der Recknitz bei Liepen gehören zu den besterhaltensten Bauwerken aus der späten Jungsteinzeit (3500 - 2800 v.u.Z.). Sie sind damit die ältesten Zeugnisse menschlicher Baukunst in dieser Region. Bei Ausgrabungen in den 1960er Jahren sind Gefäße, Klingen, Pfeilspitzen, aber auch Bernsteinperlen gefunden worden. Um Liepen herum sind ca. 10 Großsteingräber dokumentiert. Die am besten zugänglichen und auch am sehenswertesten sind zwei Anlagen nahe der Recknitz, die man - von Liepen kommend - kurz vor der Recknitz einem Weg am Waldrand folgend nach ca. 200 m auf der rechten Seite im Wald liegen sieht. Bei beiden Anlagen handelt es sich um Ganggräber und damit um die größte Grabform in der Megalithbauweise. Sie sind zwischen 3500 und 2800 v. Chr. entstanden in der Zeit der Trichterbecherkultur, eine Bezeichnung, die auf die Form der damals verwendeten Keramikgefäße zurückgeht. Die Gräber sind ca. 6 m lang und noch drei bzw. zwei der vier Decksteine sind noch in ihrer ursprünglichen Position. Allein in einem der beiden Gräber sind neben Holzkohle, menschlichen Knochen (darunter vier Schädel) und 79 Scherben weiterhin 52 Klingen, 40 Querschneider, sechs Bernsteinperlen, fünf Klingenkratzer, fünf Schaber, vier Schlagsteine, drei Schmalmeißel, drei doppelkonische Gefaße, zwei Schultergefäße, zwei weitmündige Gefäße, zwei Bohrer, eine Sandsteinscheibe, ein Flachbeil, ein Hohlmeißel, eine Trichterschale sowie ein tonnenförmiges Gefäß gefunden worden. An den Großsteingräbern befinden sich Erklärungstafeln zur Entstehung der Bauwerke und zur Lebensweise der ersten hier siedelnden Ackerbauern und Viehzüchter.