Marienstollen Malliß
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Marienstollen Malliß

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Bahnhofstraße

19294 Malliß

Der Bergbau in Malliß hat eine lange Geschichte. Bereits im Jahr 1304 wurde in der Saline Conow Salz abgebaut, Mitte des 16. Jahrhunderts wurde der Tonbergbau begonnen und um 1817 wurde im so genannten Friedrich-Franz-Feld mit dem Braunkohleabbau unter Tage begonnen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden bei Conow weitere Stollen aufgefahren. Am südlichen Hang des Wanzeberges wurde schließlich 1875 der Marienstollen eingeweiht. Von hier aus wurde zunächst das Mallißer Oberflöz, später das ertragsreichere Unterflöz erschlossen, bis 1926 die Braunkohleförderung aufgrund der Unwirtschaftlichkeit eingestellt wurde. Aber nur vorübergehend, denn mit der Brennstoffknappheit nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Braunkohleförderung wieder attraktiv, ja sogar notwendig und der Abbau im Conow-Feld vorangetrieben. In Spitzenzeiten wurden dort jährlich knapp eine Million Tonnen Braunkohle gefördert, bis die Zeche 1960 für immer geschlossen wurde. Der restaurierte Eingang zum Marienstollen, mitten im Wald gelegen, erinnert noch heute an die Bergbautradition. 1996 ist das sogenannte Mundloch restauriert worden, nachdem es seit 1908 dem Verfall preisgegeben war und fast gänzlich unter dem Dünensand verschwand. Bei dessen Freilegung wurden außer dem Mauerwerk auch Schmuckelemente wie zwei Turmtauben und zwei knieende Knappen sowie eine Terrakotta-Tafel mit dem Spruch "Glück auf" geborgen, die im Regionalmuseum Kaliß zu sehen sind. Heute ist der Eingang zum Marienstollen ein Denkmal der Bergbaugeschichte in Mecklenburg, die es so nur hier gab. Einmal jährlich am ersten Sonntag im Juli treffen sich hier ehemalige Bergleute, um daran gemeinsam zu erinnern.

Marienstollen Malliß – ein Zeugnis der Bergbaugeschichte Mecklenburgs

Der Marienstollen in Malliß gehört zu den bemerkenswertesten Industriedenkmälern in Mecklenburg-Vorpommern. Mitten im Wald gelegen, erinnert der restaurierte Eingang an eine Bergbautradition, die in dieser Form einzigartig in der Region ist. Bereits im Jahr 1304 wurde in der nahe gelegenen Saline Conow Salz gefördert, Mitte des 16. Jahrhunderts begann der Tonbergbau, und um 1817 wurde mit dem Braunkohleabbau unter Tage begonnen. Der Marienstollen selbst wurde 1875 am südlichen Hang des Wanzeberges eingeweiht.

Braunkohleförderung in Malliß – vom Oberflöz bis zur endgültigen Zechenschließung 1960

Vom Marienstollen aus wurde zunächst das Mallißer Oberflöz, später das ertragreichere Unterflöz abgebaut, bis die Förderung 1926 wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte die Brennstoffknappheit den Abbau erneut notwendig, sodass im Conow-Feld zeitweise knapp eine Million Tonnen Braunkohle jährlich gefördert wurden – bis die Zeche 1960 endgültig schloss.

Das restaurierte Mundloch und seine geborgenen Schmuckelemente

Seit 1908 dem Verfall preisgegeben und fast vollständig unter Dünensand verschwunden, wurde das sogenannte Mundloch des Marienstollens 1996 aufwendig restauriert. Bei den Freilegungsarbeiten kamen neben dem Mauerwerk auch bemerkenswerte Schmuckelemente zum Vorschein: zwei Turmtauben, zwei knieende Knappen und eine Terrakotta-Tafel mit dem Bergmannsgruß „Glück auf". Diese Fundstücke sind heute im Regionalmuseum Kaliß ausgestellt. Einmal jährlich, am ersten Sonntag im Juli, treffen sich ehemalige Bergleute am Stollen, um gemeinsam an diese Geschichte zu erinnern.

Anreise zum Marienstollen Malliß – mit Bahn oder Auto

Der nächstgelegene Bahnhof ist Grabow (Meckl), etwa 18 Kilometer entfernt. Mit dem Auto erreicht man Malliß über die Autobahnanschlussstelle Grabow in rund 17 Kilometern. Wer aus Richtung Niedersachsen anreist, kann auch die Elbfähre zwischen Lenzen und Pevestorf nutzen, die rund 16 Kilometer entfernt liegt.