Reusenschuppen "Groot Partie"
Königsbarg 10
18565 Neuendorf
Reusenschuppen „Groot Partie" in Neuendorf – Geschichte und Kultur auf Hiddensee
Der Reusenschuppen „Groot Partie" in Neuendorf gehört zu den besonderen kulturellen Orten an der deutschen Ostseeküste. Das Gebäude wurde 1884 von den Fischern der damaligen Reusengemeinschaft „Groot Partie" errichtet und nach zehnmonatiger Sanierung im Jahr 2016 neu eröffnet. Es steht damit für die lebendige Fischereitradition, die Hiddensee und die gesamte Region Mecklenburg-Vorpommern über Jahrhunderte geprägt hat.
Fischereiausstellung und digitales Bildarchiv zur Inselgeschichte Hiddensees
Im Inneren erwartet Besucherinnen und Besucher eine Dauerausstellung zu Themen wie Heringe, Fische um Hiddensee, die Fischer der Insel, Hausmarken und die traditionelle Inselküche. Ergänzt wird das Angebot durch wechselnde Sonderausstellungen sowie ein digitales Bildarchiv, das einen eindrucksvollen Einblick in das frühere Leben der Hiddenseer Fischer gibt. Regelmäßige Lesungen und Vorträge runden das kulturelle Programm rund um Fischerei und Inselgeschichte ab.
Museumscafé und Abendveranstaltungen im Reusenschuppen Neuendorf
Am Abend verwandelt sich die „Groot Partie" in eine kleine Veranstaltungsstätte mit Livekonzerten, Lesungen und Kabarettabenden. Tagsüber lädt das Museumscafé dazu ein, bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen zu entspannen und den unverbauten Blick über Neuendorf zu genießen – eine willkommene Pause für Inselbesucher, die Hiddensee abseits der bekannteren Strände wie auf Rügen oder dem Fischland-Darß-Zingst auf ihre ganz eigene Art erleben möchten.
Anreise zum Reusenschuppen „Groot Partie" in Neuendorf
Die Anreise nach Neuendorf erfolgt am bequemsten per Fähre. Die Anlegestelle Neuendorf liegt nur rund 400 Meter entfernt. Wer von der Festlandseite anreist, nutzt die Fährverbindung ab Schaprode auf Rügen (ca. 5 km bis Vitte bzw. Trajekt Schaprode). Schaprode ist über die B96 erreichbar, die von Stralsund über Rügen führt. Vom Bahnhof Stralsund bestehen Busverbindungen in Richtung Schaprode. Da Hiddensee autofrei ist, wird die Weiterreise auf der Insel zu Fuß, per Fahrrad oder mit der Pferdekutsche empfohlen.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Neuendorf
Gemeindehaus "Uns Tauflucht"
📍 Neuendorf
Uns Tauflucht - unsere Zuflucht, so heißt das Evangelische Gemeindehaus in Neuendorf. Der Name wurde von Anni Gau, einer Bürgerin aus Neuendorf, vorgeschlagen. „Unsere Zuflucht!" Nicht nur bei Regen, Sturm und Kälte, nein, auch Zuflucht in den Stürmen der Zeit. Von alters her waren Kirchen auch Zufluchtsorte für Menschen in Not. Die Asylrechtdebatte der Gegenwart erinnert daran. 1987 wurde das Gemeindehaus, zu dem die Neuendorfer auch „Kirche" sagen, eingeweiht. Seither ist es gern besuchter Versammlungsort für Neuendorfer Christen und zahlreiche Besucher der Insel. Die schlichte Holzausstattung des Hauses vermittelt Ruhe. Über dem Altartisch schaut ein robustes Kruzifix in den Raum. Als den „Schmerzensmann" hat der ehemalige Pastor Alexander Neumann es gestaltet. Die kleine Truhenorgel ist, wie auch die Orgel in Kloster, ein Instrument der Potsdamer Orgelfirma Schuke. An der Ostseite des Raumes ist ein Wandbehang aus Südindien angebracht, ein Geschenk der ehemaligen Partnergemeinde Bremen - Lesum. Ein gesticktes Vaterunser in holländischer Sprache, das hinter der Truhenorgel zu lesen ist, bekundet unsere langjährige Verbundenheit mit der Kirchengemeinde Ruinen in Holland. Im Vorraum fängt ein Halbschalen-Zeesboot die Blicke der Besucher ein. Es ist eine Arbeit des Schweriner Modellbauers Kühn. Vergessen Sie nicht, bei einem Besuch in Neuendorf das Gemeindehaus zu besuchen. Es lohnt sich ! In den Sommermonaten finden regelmäßig am Montag Konzerte im Gemeindehaus statt, das in dieser Zeit von Kurpastoren betreut wird.
Fischereimuseum Hiddensee
📍 Neuendorf
Fischereigeschichte zum Anfassen im alten Reusenschuppen der "Lütt Partie" in Neuendorf Am Ortseingang von Neuendorf befindet sich der ehemalige Reusenschuppen "Lütt Partie", der von Neuendorfer Fischern gestaltet und eingerichtet wurde. Hier erleben Besucher Fischereigeschichte zum Anfassen. An die großen Zeiten des Fischereihandwerks erinnern eine Vielzahl an Ausrüstungsgegenstände, Fotographien und Schautafeln. Regelmäßigen Museumsführungen finden durch die alten Fischer selbst statt. Obwohl das Museum von Mai bis September frei zugänglich ist, sollte man an einer Führung teilnehmen. Kein Foto, keine Schautafel und kein Modell können die Arbeitsvorgänge beim Fischen so gut erklären wie ein echter Fischer. Eine Treppe höher befindet man sich auf dem Netzboden, wo die Netze im Winter verwahrt wurden. In der „Guten Stube“ hängen vor allem Fotographien an den Wänden, die bekannte Hiddenseer Fischer, ihre Boote und Arbeitsabläufe zeigen. Eintritt: kostenfrei - Spenden willkommen ÖFFNUNGSZEITEN/FÜHRUNGEN 06. Juli 2020 - 30. September 2020 Montag - Samstag von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr Führungen finden derzeit nicht statt