Turmhügel Pantlitz
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Turmhügel Pantlitz

📍

Dammstraße

18442 Pantlitz

Frühdeutscher Turmhügel als Teil einer Schutzbefestigung aus dem 12. Jahrhundert mit Wassergraben. Das Dorf Pantlitz war seit Beginn ein Rittersitz mit Ackerwerk, Pfarrhof und Bauern. Der genaue Zeitpunkt der Errichtung des stattlichen Turmhügels mit Wassergraben ist nicht zu ermitteln. Die spätere Umnutzung des Feldsteinkellers zum Eiskeller war bis 1945 in Betrieb. Anfang der 1990iger Jahre wurde der Turmhügel restauriert; der umgebende Wassergraben gereinigt und wieder hergestellt.

Turmhügel Pantlitz – frühdeutsche Befestigung aus dem 12. Jahrhundert

Der Turmhügel Pantlitz zählt zu den bemerkenswerten Bodendenkmälern in Mecklenburg-Vorpommern. Als Teil einer frühdeutschen Schutzbefestigung aus dem 12. Jahrhundert erhebt sich der stattliche Turmhügel inmitten eines wiederhergestellten Wassergrabens und vermittelt einen anschaulichen Eindruck mittelalterlicher Wehranlagen in der Ostseeregion.

Geschichte des Rittersitzes Pantlitz

Das Dorf Pantlitz war von Beginn an ein Rittersitz mit Ackerwerk, Pfarrhof und Bauern. Der genaue Zeitpunkt der Errichtung des Turmhügels lässt sich nicht mehr genau bestimmen. Besonders interessant ist die spätere Umnutzung des vorhandenen Feldsteinkellers zu einem Eiskeller, der bis zum Jahr 1945 in Betrieb war. Anfang der 1990er Jahre wurde der Turmhügel sorgfältig restauriert und der umgebende Wassergraben gereinigt sowie wiederhergestellt. Das Denkmal liegt unweit der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und ist ein lohnenswertes Ziel für Geschichtsinteressierte in der Region zwischen Rostock und Stralsund.

Anreise zum Turmhügel Pantlitz mit Bahn und Auto

Der nächstgelegene Bahnhof ist Altenwillershagen in rund vier Kilometern Entfernung, auch Ribnitz-Damgarten Ost ist mit etwa fünf Kilometern gut erreichbar. Wer mit dem Auto anreist, nutzt am besten die Autobahnabfahrt Richtung Raststätte Lindholz, die rund 20 Kilometer entfernt liegt. Zusätzlich verkehren Buslinien ab Ribnitz-Damgarten in die Nähe des Ortes.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Pantlitz

Slawenburg Pantlitz

Slawenburg Pantlitz

📍 Pantlitz

Der Burgwall Pantlitz ist ein auf einem Geländesporn westlich der Kirche landschaftlich reizvoll am Recknitztal gelegener altslawischer Ringwall aus dem 8./9. Jahrhundert. Der Schlossberg von Pantliz gehört zu den bedeutendsten slawischen Burgwällen des Landes. Bei Pantlitz könnte 955 die bekannte Schlacht an der Raxa stattgefunden haben. Die Burganlage besteht aus einer ovalen Burginnenfläche von 35 x 45 m und einem Wall, der die gesamte Burg umschließt. Dazwischen findet sich der Burggraben, der wegen der Höhenlage stets ohne Wasserfüllung war. Der Wall bestand aus Holz und Erde und trug vermutlich eine Palisade. Wegen ihrer glatten, steilen Außenwand bot diese Konstruktion einen guten Schutz gegen Angreifer. Am 16. Oktober 955 kam es zur Schlacht an der Raxa (Recknitz). Otto I. hat 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld gegen die Magyaren einen bedeutenden Sieg errungen. Gleichzeitig wurde aber seine Herrschaft durch einen Aufstand der Obodriten und Wilzen akut bedroht. Otto begann mit Unterstützung der Ranen, des Herzogs Boleslav von Böhmen sowie seines Sohnes Liudolf einen Feldzug zur Lösung dieses Problems. Ein Kompromissangebot der Aufständischen lehnte er ab. Schließlich kam es an der Recknitz zur Entscheidungsschlacht. Diese Schlacht, bekannt als "Schlacht an der Raxa", ist vom Geschichtsschreiber Widukind von Corvey ausführlich beschrieben worden. Sie endete mit dem Sieg Ottos. "Das Morden währte bis tief in die Nacht. Am nächsten Morgen wurde das Haupt des Stoignew (Obodritenfürst und Führer der aufständischen Slawen) auf freiem Feld aufgestellt; ringsum wurden 700 Gefangene enthauptet. Dem Ratgeber Stoignews wurden die Augen ausgestochen, die Zunge ausgerissen und dann ließ man ihn hilflos zwischen den Leichen liegen." Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten in der Widukindschen Schilderung (Mäander der Recknitz) könnte diese Schlacht beim heutigen Pantlitz stattgefunden haben.