Scharfrichterhaus
BacksteingotikHistorische BauwerkeKultur und GenussPOI-Basiseintrag: KategorienPOIsProduktlinienRegionenStadtStralsundStralsundStralsund-ThemenweltenTMVTourismuszentrale der Hansestadt StralsundVorpommernVorpommernVorpommernauf-nach-mv.devorpommern.de

Scharfrichterhaus

📍

Filterstraße 2a/2b 2a/2b

18439 Stralsund

Das Eckgrundstück Filterstraße/ Papenstraße war schon Ende des 13. Jahrhunderts Sitz des städtischen Fronen bzw. Scharfrichters. Trotz späterer Umbauten blieben die mittelalterlichen Strukturen des Scharfrichterhause bestehen. Es besteht aus einem Wohnhaus und einem Turmhaus. Das zweigeschossige Wohnhaus, wurde 1289 erstmals urkundlich erwähnt und war die Wohnstätte des Scharfrichters. Bei dem nachweislich 1412 an das Wohnhaus angebauten Turmhaus, handelt es sich um ein Gefängnis. Hier und arbeitete bis 1842 der letzte städtische Scharfrichter.

Das Scharfrichterhaus Stralsund – Geschichte seit dem 13. Jahrhundert

Das Scharfrichterhaus in Stralsund gehört zu den bemerkenswertesten mittelalterlichen Zeugnissen der Hansestadt an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Bereits Ende des 13. Jahrhunderts befand sich an der Ecke Filterstraße/Papenstraße der Sitz des städtischen Frons- und Scharfrichters. Das zweigeschossige Wohnhaus wurde 1289 erstmals urkundlich erwähnt und diente dem Scharfrichter als Wohnstätte.

Wohnhaus und Turmgefängnis – Die zwei Gebäudeteile im Überblick

Das Ensemble besteht aus zwei Teilen: dem historischen Wohnhaus und einem Turmhaus, das nachweislich 1412 als Gefängnis angebaut wurde. Trotz späterer Umbauten blieben die mittelalterlichen Strukturen weitgehend erhalten. Bis zum Jahr 1842 war hier der letzte städtische Scharfrichter Stralsunds tätig – ein eindrucksvolles Stück Stadtgeschichte, das die Hansezeit greifbar macht.

Scharfrichterhaus in der Stralsunder Altstadt – Eingebettet ins UNESCO-Welterbe

Das Scharfrichterhaus liegt inmitten der Stralsunder Altstadt, die gemeinsam mit der Altstadt Wismars zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Wer die Ostseeregion erkundet – ob auf dem Weg nach Rügen, zum Fischland-Darß-Zingst oder nach Greifswald – sollte sich dieses stille, aber geschichtsreiche Baudenkmal nicht entgehen lassen.

Anreise zum Scharfrichterhaus in Stralsund

Mit der Bahn ist das Scharfrichterhaus gut erreichbar: Der Stralsund Hauptbahnhof liegt rund einen Kilometer entfernt, der Bahnhof Stralsund Rügendamm etwa 1,4 Kilometer. Mit dem Auto gelangt man über die Autobahnauffahrten Stralsund-Altstadt oder Stralsund-Rügendamm in die Nähe des Gebäudes. Wer mit dem Schiff anreist, kann die Fähre Stralsund–Altefähr nutzen, deren Anlegestelle nur etwa 500 Meter entfernt liegt.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Stralsund

Restaurant GASTHOUSE

Restaurant GASTHOUSE

📍 Stralsund

Ein lässiges Gasthouse mit vielen Lieblingsgerichten und regionalen Klassikern Im RESTAURANT GASTHOUSE lässt sich trefflich über Fischgerichte philosophieren, die All-Time-Favourits genießen und bei einem frischgezapften Bier oder einem Viertel Wein gemütlich plaudern. Das Gasthouse ist ein Schmelztiegel für Jung und Alt, hier liebt man vom Wind verwehte Haare und rosige Wangen und lässt den Tag mit guten Erinnerungen an der Ostsee ausklingen. Auf eine gute Zeit!

SPEICHER 8

SPEICHER 8

📍 Stralsund

Regionale Feinschmeckerküche. Mediterrane und fernöstliche Genusswelten. Saisonal, einfach und doch raffiniert. Direkt im historischen Türmchenspeicher auf der Stralsunder Hafeninsel. Das ist der Speicher 8. Ruhe und Entschleunigung. Nette Menschen. Sich Wohlfühlen. Richtig gut essen. Lust am Genuss. Begleitende Weine. Leidenschaft für das Wesentliche. Das ist der Speicher 8. Einen Kaffee im Freien genießen. Bei frischer Seeluft. Auch wenn diese mal etwas kühler daherkommt. Ganz gemütlich im beheizbaren Strandkorb. In der ersten Reihe mit Blick über den Strelasund bis zur Insel Rügen. Speicher 8. Das ist Gastlichkeit aus Leidenschaft.

Spielkartenfabrik Museumswerkstatt

Spielkartenfabrik Museumswerkstatt

📍 Stralsund

Die Spielkartenfabrik ist heute mehr eine Werkstatt als ein Museum. An allen historischen Maschinen wird auch gearbeitet, so dass ein lebendiger Eindruck von den Arbeitsbedingungen in einer alten Druckerei vermittelt werden kann. Als Besucher können Sie den Mitarbeitern über die Schulter schauen oder sich in einer Ausstellung informieren. Im 19. Jahrhundert zeigte sich, dass die Produktion von Spielkarten in Stralsund ein rentables Geschäft war, woraufhin sich neben den bestehenden noch weitere Unternehmungen gründeten. 1872 schlossen sich die drei Stralsunder Spielkartenproduzenten Ludwig v. d. Osten, Ludwig Heidborn und Theodor Wegener zu einer Aktiengesellschaft zusammen. Die neue Bezeichnung war Vereinigte Stralsunder Spielkarten - Fabriken Aktien - Gesellschaft Stralsund (VSS A.G.). Der neue Betrieb war nun kapitalkräftig, konnte die Produktion vergrößern, andere Spielkartenfabriken zum Konkurs zwingen und diese dann aufkaufen. Der für die Zukunft bedeutendste Ankauf war der der Spielkartenfabrik Lennhoff & Heuser, Frankfurt am Main, mit dem eine Vielzahl populärer Kartenbilder nach Stralsund gelangten. Dem Engagement des ehemaligen Mitbesitzers Karl Heuser, der kurz nach seiner Übersiedlung nach Stralsund, 1883 Direktor der VSS A.G. wurde, ist es zu verdanken, dass diese weiter expandierte und nach Übernahme weiterer Hersteller auch in den Abteilungen Halle und Altenburg produzierte. In Stralsund wurde unterdessen modernisiert und die gesamte Produktion ab 1891/92 auf den billigeren Buchdruck umgestellt. Trotz weiterer Investitionen sah man sich gezwungen, in der Hauptversammlung vom 14. Februar 1931 zu beschließen, die beiden Betriebsstätten in Stralsund und Altenburg zusammenzulegen. Als Sitz wurde das zentral gelegene Altenburg bestimmt, weil in Stralsund keine bauliche Vergrößerung der Fabrik mehr möglich war. Trotz zahlreicher Bestrebungen, den Standort in Stralsund zu halten, begannen im September 1931 die Verhand­lungen zur völligen Stillegung der Stralsunder Fabrik, in deren Folge der Standort aufgegeben wurde. Heute ist die Spielkartenfabrik mehr Werkstatt als Museum.