Die Dorfkirche Semlow ist eine aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts stammende Dorfkirche in der vorpommerschen Gemeinde Semlow und gehört zu den ältesten Feldsteinkirchen im unteren Recknitztal.
In unserer Gegend fasste die Kirche nach 1170 Fuß, als Heinrich der Löwe die hier lebenden Slawen unterwarf. Etwa zwanzig Jahre später wurde mit dem Bau der romanischen Feldsteinkirche in Semlow begonnen. Vollendet wurde sie um 1220, wohl nachdem politische Ereignisse im Zusammenhang mit der Einwanderung deutscher Siedler die Arbeiten unterbrochen hatten. An der Westseite des Turmes ist ein großer Inschriftstein eingelassen, der auf die Erneuerung der Kirche im 19. Jahrhundert durch den Grafen Behr-Negendank hinweist. Im Turm befinden sich drei Glocken (von 1611, 1447 und aus dem Ende des 14. Jahrhundert) und ein voll funktionierendes Uhrwerk von 1856.
Von der reichen Innenausstattung der Kirche fällt zuerst die vollständige Ausmalung (1860) ins Auge, die das Hauptwerk des Lübecker Malers C. J. Milde ist. Die Bilder im spätnazarenischen Stil sind in eine romanisierende Architekturmalerei eingebunden und zeigen an den Wänden unten Szenen aus dem Alten Testament und darüber Erzengel, im Triumphbogen Propheten und an der Decke Darstellungen des Jüngsten Gerichts mit Christus als Weltenrichter in der Mitte. Ebenfalls von Milde sind die Brustbilder von Kirchenvätern, Missionaren und Reformatoren an der Orgelempore. Die Grüneberg-Orgel wurde 1913 erbaut und 1999 wiederhergestellt. Der älteste Ausstattungsgegenstand ist das gotische Triumphkreuz aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Gut einhundert Jahre jünger ist die Kanzel, deren Schalldeckel eine Mosefigur krönt und um deren Korb reliefartige biblische Bilder zu Tod und Auferstehung Jesu zu sehen sind. Der Besucher fühlt sich hier wohl und kann mehr und mehr einen wunderschönen Bau besichtigen.
Feldsteinkirche Semlow – romanisches Erbe im unteren Recknitztal
Die Feldsteinkirche Semlow gehört zu den ältesten Sakralbauten Vorpommerns und blickt auf eine Geschichte zurück, die bis ins frühe 13. Jahrhundert reicht. Der Bau der romanischen Kirche in Semlow begann um 1190, nachdem Heinrich der Löwe die slawische Bevölkerung der Region unterworfen und damit den Weg für deutsche Siedler freigemacht hatte. Vollendet wurde das Gotteshaus um 1220. Wer die Ostseeregion zwischen Fischland-Darß-Zingst und Stralsund erkundet, findet hier ein beeindruckendes Zeugnis mittelalterlicher Baukunst in Mecklenburg-Vorpommern.
Historische Ausstattung: Wandmalereien, Glocken und Grüneberg-Orgel
Das Innere der Kirche beeindruckt mit einer vollständigen Ausmalung aus dem Jahr 1860, die der Lübecker Maler C. J. Milde im spätnazarenischen Stil schuf. Szenen aus dem Alten Testament, Erzengel, Propheten und eine Darstellung des Jüngsten Gerichts überziehen Wände und Decke. Das gotische Triumphkreuz aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ist der älteste erhaltene Ausstattungsgegenstand. Im Turm hängen drei historische Glocken aus den Jahren um 1390, 1447 und 1611, ergänzt durch ein noch funktionierendes Uhrwerk von 1856. Die Grüneberg-Orgel von 1913 wurde 1999 umfassend restauriert.
Anreise zur Feldsteinkirche Semlow per Bahn und Autobahn
Mit dem Auto erreicht man Semlow am bequemsten über die Autobahn-Auffahrt Tribsees (ca. 13 km). Der nächste Bahnhof befindet sich in Altenwillershagen (ca. 10 km). Wer von der Ostseeküste anreist, etwa aus Richtung Ribnitz-Damgarten, findet dort ebenfalls einen Bahnanschluss in rund 13 km Entfernung.