Herthaburg in der Stubnitz
Herthaburg in der Stubnitz bei Sassnitz – Geschichte und Mythos
Die Herthaburg in der Stubnitz bei Sassnitz gehört zu den faszinierendsten archäologischen Stätten auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern. Die beeindruckende C-förmige Wallanlage misst rund 120 x 60 Meter und wird an einer Seite vom sagenumwobenen Herthasee begrenzt. Noch heute ragt der Wall im Inneren 8 bis 9 Meter, außen sogar bis zu 17 Meter in die Höhe.
Slawische Funde und der Name Hertha
Frühe Probegrabungen förderten slawische Scherben, ein Eisenmesser sowie einen Schläfenring aus Bronze zutage – Funde, die auf eine Nutzung im 10. und 11. Jahrhundert hindeuten. Im Inneren der Anlage konnten außerdem ein Steinpflaster und ein flacher, parallel zum See verlaufender Wall freigelegt werden. Der Name „Hertha" selbst geht auf einen wahrscheinlichen Übersetzungsfehler des Professors Clüver aus dem frühen 17. Jahrhundert zurück, der die Anlage mit der germanischen Göttin Nerthus aus Tacitus' „Germania" in Verbindung brachte. Bis vor 1790 trug die Burganlage am Schwarzen See nahe des Königsstuhls schlicht den Namen „de Borgwal".
Sagen und Legenden rund um Herthasee und Herthaburg
Zahlreiche Sagen und Legenden ranken sich um den mystischen Herthasee und die mächtige Herthaburg im Waldgebiet der Stubnitz. Das dichte Buchenwaldgebiet unweit des bekannten Königsstuhls macht einen Besuch zu einem eindrucksvollen Ausflug in die Geschichte und Natur der Rügener Ostseeküste.
Anreise zur Herthaburg in der Stubnitz bei Sassnitz
Der nächste Bahnhof ist Sassnitz, rund 6 Kilometer von der Herthaburg entfernt. Ebenfalls gut erreichbar ist der Bahnhof Lancken in etwa gleicher Entfernung. Wer mit der Fähre anreist, etwa von Schweden kommend, landet am Fährhafen Sassnitz, der ebenfalls rund 6 Kilometer entfernt liegt.