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Inselkirche Hiddensee

Inselkirche Hiddensee
Die Inselkirche Hiddensee in Kloster ist das letzte sichtbare Bauwerk aus der Zeit des Zisterzienserklosters und somit das älteste Gebäude der Insel Hiddensee. Die Inselkirche wurde 1332 als Fischer- und Bauernkirche außerhalb des Zisterzienserklosters im heutigen Ortsteil Kloster geweiht. Im 18. Jahrhundert wurde sie komplett umgebaut und erhielt 1922 das von Nikolaus Niemeier mit Rosen bemalte, hölzerne Tonnengewölbe. Heute kennt man diese eindrucksvolle Gestaltung als Hiddenseer Rosenhimmel. Die Grabplatte des Abtes Johannes Runnenberg († 1475) gilt als das älteste Zeugnis aus der Klosterzeit. Sie befindet sich in der nordöstlichen Ecke der Kirche, links neben dem Altar. Gleich daneben ein Gedenkbild für den 1611 auf See gebliebenen Kaufmann Samuel Vöhsan. Um 1700 verlegte man den Kircheneingang von der West- auf die Südseite und errichtete einen kleinen Vorbau, der seither auch als Glockenstuhl dient. 1781/82 wurde die Kirche umgebaut. Die Fenster wurden vergrößert und die ursprünglich flache Decke durch ein Tonnengewölbe aus Holz ersetzt. Die eindruckvolle Bemalung wurde 1922 durch den Berliner Maler Nikolaus Niemeier ausgeführt. Der blaue Himmel über Hiddensee und die üppig blühenden Heckenrosen waren ihm wohl Inspiration bei der Arbeit. Mit freier Hand, ohne Schablone, überstreute er die Kirchendecke mit großen und kleinen Rosen. Heute ist die Decke der Inselkirche als »Hiddenseer Rosenhimmel« bekannt. Aus dem 18. Jh. stammen die Empore und der Kanzelaltar. Die Verbindung von Altar und Kanzel symbolisierte nach der Reformation die Gleichwertigkeit von Predigt und Abendmahl. Hinter den seitlichen Aufbauten des Altars fand man eine Inschrift, die jetzt auf einem Balken am Eingang zu lesen ist: »Der here do Ick em ersochte erhorde hei mi« (Der Herr, da ich ihn ersuchte, erhörte er mich). Das Taufbecken und der Taufengel kamen um ca. 1750 in die Kirche. Ursprünglich konnte man den Engel zur Taufe herunterlassen. Die Jakobsmuschel als Taufschale in der rechten, einen Palmzweig in der linken Hand, ist er aber nun fest mit der Decke verbunden. Der hölzerne Taufständerwird noch heute genutzt. Nach alter Tradition werden alle Täuflinge mit frischem Ostseewasser getauft. Neben regelmäßigen Gottesdiensten und Friedensgebeten finden im Sommer zahlreiche geistliche Abendmusiken und Konzerte statt. Die Inselkirche ist bis Ostern 2020 wegen Bau- und Restaurierungsarbeiten für Besucher geschlossen.

Inselkirche Hiddensee: Zeugnis der Klosterzeit in Kloster

Die Inselkirche Hiddensee im Ortsteil Kloster ist das älteste erhaltene Bauwerk der Insel Hiddensee und das letzte sichtbare Überbleibsel des mittelalterlichen Zisterzienserklosters. Bereits 1332 als Fischer- und Bauernkirche geweiht, hat sie Jahrhunderte mecklenburgisch-vorpommerscher Geschichte überdauert. Wer die Ostseeküste und ihre kulturellen Schätze kennenlernt – ob auf Rügen, dem Fischland-Darß-Zingst oder in Stralsund –, sollte einen Abstecher nach Hiddensee nicht versäumen.

Der Hiddenseer Rosenhimmel – Kunstwerk unter der Kirchendecke

Das bekannteste Schmuckstück der Inselkirche ist der sogenannte Hiddenseer Rosenhimmel. Der Berliner Maler Nikolaus Niemeier überstreute 1922 das hölzerne Tonnengewölbe – frei hand und ohne Schablone – mit üppig blühenden Rosen auf blauem Grund. Inspiration fanden sich in der typischen Hiddenseer Landschaft mit ihren Heckenrosen und dem weiten Himmel über der Ostsee. Das Gewölbe selbst wurde bereits 1781/82 bei einem umfassenden Umbau der Kirche eingesetzt und ersetzte damals eine ursprünglich flache Decke.

Historische Ausstattung: Grabplatte, Taufengel und Kanzelaltar

Im Inneren der Kirche verbinden sich verschiedene Epochen. Die Grabplatte des Abtes Johannes Runnenberg († 1475) gilt als das älteste erhaltene Zeugnis aus der Klosterzeit. Der Kanzelaltar aus dem 18. Jahrhundert symbolisiert die reformatorische Gleichwertigkeit von Predigt und Abendmahl. Besonders sehenswert ist der Taufengel aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, der eine Jakobsmuschel als Taufschale hält. Nach alter Tradition werden Täuflinge hier noch heute mit frischem Ostseewasser getauft.

Konzerte und Gottesdienste in der Inselkirche Hiddensee

Die Inselkirche ist nicht nur ein historisches Baudenkmal, sondern auch ein lebendiger Ort des Gemeindelebens. Neben regelmäßigen Gottesdiensten und Friedensgebeten finden im Sommer zahlreiche geistliche Abendmusiken und Konzerte statt – ein stimmungsvolles Erlebnis in diesem außergewöhnlichen Kirchenraum.

Anreise zur Inselkirche Hiddensee per Fähre

Hiddensee ist autofrei und ausschließlich per Fähre erreichbar. Die nächste Anlegestelle zur Inselkirche ist der Fähranleger Kloster, nur rund 300 Meter entfernt. Fähren nach Hiddensee starten unter anderem von Stralsund auf dem Festland. Alternativ gelangt man über den Anleger Vitte (ca. 2 km) auf die Insel. Von Stralsund aus