Kirche Cantnitz
Kirche Cantnitz – frühgotischer Backsteinbau in der Feldberger Seenlandschaft
Die Kirche Cantnitz in der Feldberger Seenlandschaft ist ein bemerkenswertes Zeugnis mittelalterlicher Baukunst in Mecklenburg-Vorpommern. Das Gotteshaus stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und hebt sich von vielen anderen Dorfkirchen der Region deutlich ab: Anders als die meisten Kirchenbauten dieser Epoche wurde sie von Anfang an nicht im romanischen, sondern im gotischen Stil errichtet.
Besterhaltene frühgotische Saalkirche in Mecklenburg-Vorpommern
Besonders auffällig ist die Bauweise aus Backstein – in einer Zeit, in der Feldstein für Dorfkirchen weit verbreitet war. Damit gilt die Kirche Cantnitz heute als das besterhaltene Beispiel einer frühgotischen Saalkirche in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Ähnlich wie die mittelalterlichen Kirchenbauten in Städten wie Stralsund, Greifswald oder Wismar zeugt auch dieser schlichte Dorfbau von der handwerklichen und architektonischen Qualität der Region im Mittelalter. Anfang des 18. Jahrhunderts ergänzten die Dorfbewohner das Gebäude um einen hölzernen Kirchturm, der jedoch 1791 wieder abgerissen werden musste und aus finanziellen Gründen nie ersetzt wurde.
Anreise zur Kirche Cantnitz in der Feldberger Seenlandschaft
Der nächstgelegene Bahnhof ist Cammin (Meckl) in rund 8,7 km Entfernung, gefolgt von Blankensee (ca. 8,8 km). Wer aus Richtung Burg Stargard anreist, hat ebenfalls eine gut erreichbare Bahnverbindung in etwa 14 km Entfernung. Alternativ bietet die nahegelegene Luzinfähre (ca. 7,1 km) eine malerische Anreisemöglichkeit über das Wasser der Feldberger Seenlandschaft.