Kirche in Babke
Kirche in Babke – Backsteinbau mit Geschichte in Roggentin
Die kleine Kirche in Babke bei Roggentin gehört zu den stillen, aber eindrucksvollen Dorfkirchen im Herzen Mecklenburg-Vorpommerns. Der Backsteinbau aus dem Jahr 1901 fällt durch seinen charakteristischen erhöhten Westgiebel auf, in dessen Maueröffnungen zwei Stahlglocken hängen – ein ungewöhnlicher Anblick, der an die schlichte Bautradition der Region erinnert, wie man sie auch von Dorfkirchen auf Rügen oder rund um den Fischland-Darß-Zingst kennt.
Mittelalterliche Kunstschätze in der Babker Dorfkirche
Im Inneren der Kirche verbirgt sich eine bemerkenswerte Sammlung historischer Ausstattung. Buntglasfenster aus der Vorgängerkirche von 1719 zeigen biblische Motive sowie das Wappen Mecklenburgs. Hinzu kommen ein Kruzifix und ein Marienaltar aus dem 15. Jahrhundert sowie ein achteckiges Taufbecken aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, das über zwei Meter in die Höhe ragt. Der Ortsname „Babke", erstmals 1257 urkundlich erwähnt, leitet sich vom slawischen Wort „baba" oder „babak" ab und bedeutet so viel wie „alte".
Anreise zur Kirche in Babke bei Roggentin
Der nächstgelegene Bahnhof ist Kratzeburg in etwa 8 Kilometern Entfernung. Alternativ sind die Bahnhöfe Zirtow-Leussow und Groß Quassow in knapp 9 Kilometern erreichbar. Wer über das Wasser anreist, findet mit der Fähre 9029 eine Option in rund 6 Kilometern Entfernung; auch der Bolter Kanal sowie der Fahrgastanleger der Weißen Flotte Müritz in Rechlin liegen in der näheren Umgebung.