Krampas - Großsteingrab bei Sassnitz
Das Megalithgrab Krampas bei Sassnitz – Jungsteinzeit auf Rügen
Das Großsteingrab Krampas bei Sassnitz gehört zu den ältesten erhaltenen Zeugnissen menschlicher Besiedlung auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern. Das jungsteinzeitliche Megalithgrab liegt in einem Hügel mit einem noch heute messbaren Durchmesser von rund 16 Metern. Die erhaltene Grabkammer ist etwa 4,5 mal 1,9 Meter groß und wird von je vier Seitensteinen sowie einem Tragstein an der Stirnseite gebildet.
Geschichte der Hünengräber auf Rügen – Raubgräberei und Steinschläger
Bis auf einen gesprengten Deckstein an der Nordwestseite fehlen beim Krampas die übrigen Decksteine – ein Schicksal, das viele Hünengräber auf Rügen teilen. Ab dem 18. Jahrhundert fielen zahlreiche solcher Grabanlagen der Raubgräberei zum Opfer. Besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zogen Steinschlägerkolonnen über die Insel und zerlegten die Findlinge in transportable Quader für den Straßen- und Hausbau.
Anreise zum Großsteingrab Krampas bei Sassnitz
Das Großsteingrab Krampas ist gut mit der Bahn erreichbar: Der nächste Bahnhof Lancken liegt nur rund 0,9 Kilometer entfernt, der Bahnhof Sassnitz etwa 1,4 Kilometer. Wer mit der Fähre anreist, findet den Fährhafen Sassnitz in knapp zwei Kilometern Entfernung.