Scharfrichterhaus
Das Scharfrichterhaus Stralsund – Geschichte seit dem 13. Jahrhundert
Das Scharfrichterhaus in Stralsund gehört zu den bemerkenswertesten mittelalterlichen Zeugnissen der Hansestadt an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Bereits Ende des 13. Jahrhunderts befand sich an der Ecke Filterstraße/Papenstraße der Sitz des städtischen Frons- und Scharfrichters. Das zweigeschossige Wohnhaus wurde 1289 erstmals urkundlich erwähnt und diente dem Scharfrichter als Wohnstätte.
Wohnhaus und Turmgefängnis – Die zwei Gebäudeteile im Überblick
Das Ensemble besteht aus zwei Teilen: dem historischen Wohnhaus und einem Turmhaus, das nachweislich 1412 als Gefängnis angebaut wurde. Trotz späterer Umbauten blieben die mittelalterlichen Strukturen weitgehend erhalten. Bis zum Jahr 1842 war hier der letzte städtische Scharfrichter Stralsunds tätig – ein eindrucksvolles Stück Stadtgeschichte, das die Hansezeit greifbar macht.
Scharfrichterhaus in der Stralsunder Altstadt – Eingebettet ins UNESCO-Welterbe
Das Scharfrichterhaus liegt inmitten der Stralsunder Altstadt, die gemeinsam mit der Altstadt Wismars zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Wer die Ostseeregion erkundet – ob auf dem Weg nach Rügen, zum Fischland-Darß-Zingst oder nach Greifswald – sollte sich dieses stille, aber geschichtsreiche Baudenkmal nicht entgehen lassen.
Anreise zum Scharfrichterhaus in Stralsund
Mit der Bahn ist das Scharfrichterhaus gut erreichbar: Der Stralsund Hauptbahnhof liegt rund einen Kilometer entfernt, der Bahnhof Stralsund Rügendamm etwa 1,4 Kilometer. Mit dem Auto gelangt man über die Autobahnauffahrten Stralsund-Altstadt oder Stralsund-Rügendamm in die Nähe des Gebäudes. Wer mit dem Schiff anreist, kann die Fähre Stralsund–Altefähr nutzen, deren Anlegestelle nur etwa 500 Meter entfernt liegt.