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Schlachtfeld bei Wakenstädt - Gadebusch 1712

Schlachtfeld bei Wakenstädt - Gadebusch 1712
Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges waren halbwegs überwunden, als in Mecklenburg erneut Kämpfe ausländischer Mächte ausgetragen wurden. Schweden und Dänemark, die sich im Nordischen Krieg (1700-1721) befanden, begegneten sich 1712 bei Gadebusch und sorgten dafür, dass die kleine Stadt noch heute historische Bedeutung hat. Im Verlauf des Nordischen Krieges (1700-1721) um die Vorherrschaft im Ostseeraum zog die schwedische Feldarmee unter der Führung des Generals von Stenbock von September bis Dezember des Jahres 1712 durch Mecklenburg. Sie war den dänischen Truppen auf den Fersen, die bereits aus Rostock und Wismar den Rückzug angetreten hatten. Am 20. Dezember kam es in der Nähe von Wakenstädt zu einer blutigen Schlacht. Der König der Dänen, Friedrich IV., zog mit den verbündeten Sachsen gegen die Schweden auf, ohne auf das ebenfalls verbündete, heranrückende russische Heer zu warten. Die Schlacht mit rund 14.000 beteiligten Soldaten begann um 13 Uhr und wurde erbittert geführt, doch letztendlich verloren die Dänen gegen die Überlegenheit der schwedischen Truppen und mussten sich nach Ratzeburg und Mölln zurückziehen. Mit dem Sieg der Schweden und rund 4.000 Toten endete die Schlacht bei Gadebusch. Die meisten Gefallenen wurden auf dem Schlachtfeld begraben, einige Offiziere sind auf dem Gelände der Gadebuscher Kirche bestattet worden. Eine Gedenkstätte bei Wakenstädt mit mehreren Informationstafeln und Gedenksteinen erinnert an die Schlacht vor 300 Jahren, die als größte Feldschlacht Mecklenburgs in die Geschichte einging.

Die Schlacht bei Gadebusch 1712 – größte Feldschlacht Mecklenburgs

Das Schlachtfeld bei Wakenstädt nahe Gadebusch ist ein stilles Zeugnis eines der bedeutendsten militärischen Ereignisse in der Geschichte Mecklenburgs. Am 20. Dezember 1712 trafen hier im Rahmen des Nordischen Krieges (1700–1721) rund 14.000 Soldaten aufeinander. Der dänische König Friedrich IV. zog gemeinsam mit sächsischen Verbündeten gegen die schwedische Feldarmee unter General von Stenbock – ohne auf das heranrückende russische Heer zu warten. Nach erbittertem Kampf mussten sich die Dänen nach Ratzeburg und Mölln zurückziehen. Rund 4.000 Menschen verloren ihr Leben in dieser blutigen Auseinandersetzung.

Gedenkstätte Wakenstädt – Erinnerung an den Nordischen Krieg in Mecklenburg-Vorpommern

Wer sich für die Geschichte der Ostseeregion interessiert, findet an der Gedenkstätte bei Wakenstädt mehrere Informationstafeln und Gedenksteine, die an die Ereignisse von 1712 erinnern. Die meisten Gefallenen wurden direkt auf dem Schlachtfeld begraben; einige Offiziere fanden ihre letzte Ruhestätte auf dem Gelände der Gadebuscher Kirche. Die Gedenkstätte macht deutlich, wie tief die Auseinandersetzungen der nordeuropäischen Mächte – die auch Städte wie Rostock und Wismar betrafen – das Leben der Menschen in Mecklenburg prägten.

Anreise zum Schlachtfeld bei Wakenstädt und Gadebusch

Mit der Bahn ist der Bahnhof Gadebusch etwa 3,3 km entfernt und damit die nächstgelegene Haltestelle. Wer mit dem Auto anreist, nutzt am besten die Autobahnauffahrt Schwerin-Lankow, von der das Schlachtfeld rund 15 km entfernt liegt.