Schlachtfeld bei Wakenstädt - Gadebusch 1712
Die Schlacht bei Gadebusch 1712 – größte Feldschlacht Mecklenburgs
Das Schlachtfeld bei Wakenstädt nahe Gadebusch ist ein stilles Zeugnis eines der bedeutendsten militärischen Ereignisse in der Geschichte Mecklenburgs. Am 20. Dezember 1712 trafen hier im Rahmen des Nordischen Krieges (1700–1721) rund 14.000 Soldaten aufeinander. Der dänische König Friedrich IV. zog gemeinsam mit sächsischen Verbündeten gegen die schwedische Feldarmee unter General von Stenbock – ohne auf das heranrückende russische Heer zu warten. Nach erbittertem Kampf mussten sich die Dänen nach Ratzeburg und Mölln zurückziehen. Rund 4.000 Menschen verloren ihr Leben in dieser blutigen Auseinandersetzung.
Gedenkstätte Wakenstädt – Erinnerung an den Nordischen Krieg in Mecklenburg-Vorpommern
Wer sich für die Geschichte der Ostseeregion interessiert, findet an der Gedenkstätte bei Wakenstädt mehrere Informationstafeln und Gedenksteine, die an die Ereignisse von 1712 erinnern. Die meisten Gefallenen wurden direkt auf dem Schlachtfeld begraben; einige Offiziere fanden ihre letzte Ruhestätte auf dem Gelände der Gadebuscher Kirche. Die Gedenkstätte macht deutlich, wie tief die Auseinandersetzungen der nordeuropäischen Mächte – die auch Städte wie Rostock und Wismar betrafen – das Leben der Menschen in Mecklenburg prägten.
Anreise zum Schlachtfeld bei Wakenstädt und Gadebusch
Mit der Bahn ist der Bahnhof Gadebusch etwa 3,3 km entfernt und damit die nächstgelegene Haltestelle. Wer mit dem Auto anreist, nutzt am besten die Autobahnauffahrt Schwerin-Lankow, von der das Schlachtfeld rund 15 km entfernt liegt.