Schloss Putbus
Schloss Putbus – Geschichte eines verschwundenen Fürstensitzes auf Rügen
Das Schloss Putbus war einst der herrschaftliche Mittelpunkt der gleichnamigen Stadt auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern. Gegründet wurde die Planstadt Putbus 1810 vom Fürsten Malte, der das Schloss zwischen 1827 und 1832 durch den Berliner Architekten Johann Gottfried Steinmeyer im klassizistischen Stil umgestalten ließ. Das Ergebnis war eines der bedeutendsten Adelssitze der Ostseeregion.
Brand, Wiederaufbau und schließlich die Sprengung des Schlosses Putbus
Ein verheerender Brand am 23. Dezember 1865 zerstörte weite Teile des Gebäudes. Der anschließende Wiederaufbau erfolgte 1872 im Stil des Neoklassizismus. Bis 1944 blieb das Schloss im Besitz der Familie zu Putbus. Nach Kriegsende wurde es geplündert, verfiel zusehends und ein letzter Wiederaufbauversuch 1955 scheiterte. Aus ideologischen und finanziellen Gründen beschlossen die Behörden 1957 den Abriss – 1962 wurde das Schloss gesprengt, bis 1964 die letzten Reste abgetragen.
Was heute noch von Schloss Putbus zu sehen ist
Vom einstigen Fürstensitz ist heute kaum mehr übrig. Lediglich der Umriss des Gebäudes zeichnet sich noch in der Grünfläche ab, und die Seeterrasse ist als letztes bauliches Zeugnis erhalten geblieben. Ein stiller, aber eindrucksvoller Ort, der die wechselvolle Geschichte Rügens und der gesamten Ostseeküste spürbar macht.
Anreise nach Putbus mit Bahn, Auto und Fähre
Putbus ist bequem mit der Bahn erreichbar – der Bahnhof Putbus liegt nur rund einen Kilometer vom ehemaligen Schlossstandort entfernt. Mit dem Auto bieten sich die Autobahnauffahrten Samtens oder Garz an, beide etwa zehn bis elf Kilometer entfernt. Wer mit der Fähre anreist, landet am nahegelegenen Fährhafen in nur gut zwei Kilometern Entfernung.