Schulenberger Burg - Slawische Höhenburg
Schulenberger Burg Bad Sülze – Slawische Höhenburg aus dem 9. Jahrhundert
Die Schulenberger Burg bei Bad Sülze zählt zu den bemerkenswerten slawischen Wehranlagen Mecklenburg-Vorpommerns. Entstanden im 9. Jahrhundert, liegt die Slawische Höhenburg idyllisch an den Recknitzwiesen am Waldrand des Schulenberger Holzes. Bereits von der Straße nach Marlow aus ist eine künstliche Vertiefung im Gelände zu erkennen, die auf die dahinterliegende Anlage hinweist.
Gut erhaltener Wall und Plateau der mittelalterlichen Burganlage
Von der Höhenburg ist heute vor allem ein rund 8 Meter hoher, ringförmiger Wall erhalten, der ein höher gelegenes Plateau umschließt. Mit etwa 80 Metern Länge und 65 Metern Breite gehört die Anlage zu den mittelgroßen Wehranlagen der Region. Die Kernburg, von der heute ein markanter Hügel zeugt, bot einst Platz für einen Turm und ein Gebäude. Die Nähe zu einem alten Flussbett lässt zudem vermuten, dass die Burg ursprünglich auch über einen Wassergraben verfügte.
Fluchtburg der Slawen – vergleichbar mit Groß Raden
Ähnlich wie die bekannte Anlage in Groß Raden diente die Schulenberger Burg vermutlich eher als Fluchtburg denn als dauerhafter Wohnort. Vor der Burganlage befand sich wahrscheinlich eine Siedlung. Die ruhige, urige Atmosphäre am Waldrand macht den Besuch heute zu einem besonderen Ausflug abseits der touristischen Hauptrouten entlang der Ostseeküste, etwa zwischen Fischland-Darß-Zingst und der Hansestadt Stralsund.
Anreise zur Schulenberger Burg bei Bad Sülze
Mit dem Auto ist die Schulenberger Burg über die Autobahnauffahrt Bad Sülze (ca. 9 km) gut erreichbar. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Altenwillershagen (ca. 14 km) und Tessin (ca. 14 km). Von Ribnitz-Damgarten Ost (ca. 15 km) besteht ebenfalls eine Bahnanbindung an die Region.