St. Katharinenkloster
St. Katharinenkloster Stralsund – gotisches Erbe in Norddeutschland
Das St. Katharinenkloster in Stralsund gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerken der Ostseeregion. 1251 von Dominikanern gegründet und gestiftet von Fürst Jaromar II. von Rügen, ist seine gotische Backsteinsubstanz bis heute nahezu vollständig erhalten – ein seltenes Zeugnis niederdeutscher Backsteingotik in Mecklenburg-Vorpommern.
Kapitelsaal und Kreuzrippengewölbe – ein Meisterwerk der Backsteingotik
Besonders beeindruckend ist der Kapitelsaal mit seinem Kreuzrippengewölbe, das von acht schlanken Pfeilern getragen wird. Gewölbemalereien aus dem 15. Jahrhundert schmücken den Raum, der als einer der schönsten Innenräume der norddeutschen Backsteingotik gilt. Der Ursprungsbau war eine 73 Meter lange, dreischiffige Hallenkirche.
Stralsund Museum und Deutsches Meeresmuseum im Katharinenkloster
Nach der Reformation ging das Kloster in städtischen Besitz über und diente Schule, Gymnasium und Waisenhaus als Domizil. Seit 1924 beherbergt es das Stralsund Museum (ehemals Kulturhistorisches Museum) und seit 1951 das Deutsche Meeresmuseum mit Aquarium. Von 2020 bis 2025/26 wurden beide Museumsbereiche umfassend saniert.
Anreise zum St. Katharinenkloster in Stralsund
Mit der Bahn ist das Kloster vom Stralsunder Hauptbahnhof in rund zehn Fußminuten erreichbar (ca. 0,8 km). Mit dem Auto erreicht man die Stralsunder Altstadt über die Autobahn-Abfahrt Stralsund-Altstadt, die etwa 1,5 km entfernt liegt. Wer aus Richtung Rügen anreist, kann die Fähre Stralsund–Altefähr nutzen, deren Anlegestelle nur rund 0,7 km vom Kloster entfernt ist.