Stolpersteine Käthe Loewenthal und Susanne Ritscher
Stolpersteine Käthe Loewenthal und Susanne Ritscher in Vitte auf Hiddensee
In Vitte auf der Ostseeinsel Hiddensee erinnern zwei Stolpersteine an die Malerinnen Käthe Loewenthal und Susanne Ritscher, beide Mitglieder des Hiddensoer Künstlerinnenbundes. Hiddensee, die autofreie Insel westlich von Rügen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, war im frühen 20. Jahrhundert ein bedeutsamer Anziehungspunkt für Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland.
Käthe Loewenthal – Malerin und NS-Opfer
Käthe Loewenthal wurde am 27. März 1878 in Berlin geboren. Sie war eine bedeutende Malerin und engagierte sich im Hiddensoer Künstlerinnenbund, der Hiddensee als kreativen Rückzugsort an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns nutzte. Als Opfer des Nationalsozialismus wurde sie am 26. April 1942 im Durchgangslager Izbica ermordet. Ihr Stolperstein in Vitte mahnt zur Erinnerung und hält ihr Andenken wach.
Susanne Ritscher – Schwester und Künstlerin
Susanne Ritscher (1886–1975), Schwester von Käthe Loewenthal, war ebenfalls Malerin und Mitglied des Hiddensoer Künstlerinnenbundes. Auch ihr ist in Vitte ein Stolperstein gewidmet. Gemeinsam stehen beide Gedenksteine für die künstlerische Geschichte der Insel und zugleich für die Schicksale, die das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte mit sich brachte.
Anreise zu den Stolpersteinen in Vitte auf Hiddensee
Hiddensee ist ausschließlich per Fähre erreichbar. Die nächsten Anlegestellen befinden sich in Vitte (Passagierfähre, ca. 0,7 km entfernt) sowie am Trajekt Vitte (ca. 0,8 km). Wer von der Insel Rügen anreist, kann die Fährverbindung ab Kloster (ca. 2,5 km) nutzen. Ausgangspunkte für die Überfahrt sind unter anderem Stralsund und Schaprode auf Rügen.