St. Marienkirche Waase / Ummanz
Neue Straße 63
18569 Waase
St. Marienkirche Waase – mittelalterliches Kleinod auf der Insel Ummanz
Die St. Marienkirche in Waase auf der Rügeninsel Ummanz zählt zu den bemerkenswerten Sakralbauten der Ostseeregion in Mecklenburg-Vorpommern. Ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 1291 zurück, als Zisterziensermönche eine erste Kapelle errichteten. Die heutige Backsteinkirche erhielt ihre charakteristische Gestalt im 15. Jahrhundert, als Chor und Schiffsostwand wahrscheinlich bald nach der Mitte des Jahrhunderts entstanden.
Antwerpener Schnitzaltar und weitere historische Kunstschätze
Das bedeutendste Ausstattungsstück der kleinen Dorfkirche ist ein Antwerpener Schnitzaltar aus der Zeit um 1520/25. Der dreiteilige Flügelaltar besteht aus Schrein, bemalten Flügeln und einer mit Spruchbändern verzierten Predella. Hinzu kommen eine Kanzel von 1572, ein Kruzifix aus der Zeit um 1500, ein Bronzeleuchter aus dem 15. Jahrhundert sowie zwei Kronleuchter aus dem 17. Jahrhundert. Besonders bemerkenswert ist ein Taufstein, der auf das 8. Jahrhundert datiert wird. Im Sommer finden in der Kirche regelmäßig Konzerte statt.
Anreise zur St. Marienkirche Waase auf Rügen
Die Kirche in Waase auf der Insel Ummanz lässt sich gut mit der Fähre ab Schaprode erreichen, die rund 6 km entfernt liegt. Mit dem Auto führt die nächste Autobahnauffahrt über Samtens (ca. 13 km). Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich ebenfalls in Rambin auf Rügen, etwa 12 km entfernt.