Schloss Putbus
Alleestraße 34
18581 Putbus
Schloss Putbus – Geschichte eines verschwundenen Fürstensitzes auf Rügen
Das Schloss Putbus war einst der herrschaftliche Mittelpunkt der gleichnamigen Stadt auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern. Gegründet wurde die Planstadt Putbus 1810 vom Fürsten Malte, der das Schloss zwischen 1827 und 1832 durch den Berliner Architekten Johann Gottfried Steinmeyer im klassizistischen Stil umgestalten ließ. Das Ergebnis war eines der bedeutendsten Adelssitze der Ostseeregion.
Brand, Wiederaufbau und schließlich die Sprengung des Schlosses Putbus
Ein verheerender Brand am 23. Dezember 1865 zerstörte weite Teile des Gebäudes. Der anschließende Wiederaufbau erfolgte 1872 im Stil des Neoklassizismus. Bis 1944 blieb das Schloss im Besitz der Familie zu Putbus. Nach Kriegsende wurde es geplündert, verfiel zusehends und ein letzter Wiederaufbauversuch 1955 scheiterte. Aus ideologischen und finanziellen Gründen beschlossen die Behörden 1957 den Abriss – 1962 wurde das Schloss gesprengt, bis 1964 die letzten Reste abgetragen.
Was heute noch von Schloss Putbus zu sehen ist
Vom einstigen Fürstensitz ist heute kaum mehr übrig. Lediglich der Umriss des Gebäudes zeichnet sich noch in der Grünfläche ab, und die Seeterrasse ist als letztes bauliches Zeugnis erhalten geblieben. Ein stiller, aber eindrucksvoller Ort, der die wechselvolle Geschichte Rügens und der gesamten Ostseeküste spürbar macht.
Anreise nach Putbus mit Bahn, Auto und Fähre
Putbus ist bequem mit der Bahn erreichbar – der Bahnhof Putbus liegt nur rund einen Kilometer vom ehemaligen Schlossstandort entfernt. Mit dem Auto bieten sich die Autobahnauffahrten Samtens oder Garz an, beide etwa zehn bis elf Kilometer entfernt. Wer mit der Fähre anreist, landet am nahegelegenen Fährhafen in nur gut zwei Kilometern Entfernung.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Putbus
Rathaus Putbus
📍 Putbus
Einst Honoratiorenwohnhaus und Kaufmannsgeschäft - heute das Rathaus von Putbus. Das heutige Rathaus in Putbus wurde vor 1830 gebaut von Brauer Schwartz. Er vermietete das Gebäude an die Baronin von Platen und erhielt später die fürstliche Konzession für einen Haken- und Viktualienhandel. 1862 bis 1898 befanden sich in dem Gebäude die Postexpedition und das Postamt. Anfang der 1930er Jahre bezog das Gemeindeamt Putbus seinen Sitz im vorderen Gebäude. Dieses wird seit der Verleihung des Stadtrechts 1960 als Rathaus genutzt. Im Jahre 2007 wird an das Rathaus das erste Stadthausschild vergeben.
Kronprinzenpalais Putbus
📍 Putbus
Der neue Ausstellungsort im Kronprinzenpalais in Putbus. Im Jahre 1859 errichtete der Maurermeister Kummer das Eckgebäude Am Circus 1. Den Namen Kronprinzenpalais bekam das Haus, weil die Rügener Ritterschaft dieses Gebäude Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen und seiner Gemahlin für ihre Aufenthalte in Putbus schenken wollte. Das Gebäude wurde 2012 von der DKB Stiftung komplett saniert. Die oberen zwei Etagen beherbergt das Amt des Biosphärenreservats Südost-Rügen. Das Erdgeschoss und die Kellergewölbe teilen sich der kunstfest rügen e.V. unter der künstlerischen Leitung von Susanne Burmester sowie die DKB Stiftung. Seit Ostern 2013 finden hier regelmäßig Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und Kulturveranstaltungen statt.
Pädagogium zu Putbus
📍 Putbus
Das Königliche Pädagogium wurde von 1833-1836 erbaut von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus nach Plänen Johann Gottfried Steinmeyers. Das Pädagogium zu Putbus war ein 1836 in Putbus auf Rügen gegründetes Gymnasium mit Alumnat (Schulheim). Die direkt am Putbusser Circus in einem das Ortsbild mitprägenden klassizistischen Gebäude angesiedelte Lehranstalt war zuerst als königliches, ab 1919 als staatliches Pädagogium eine höhere Bildungseinrichtung von ausgezeichnetem Ruf. Von der einheimischen Bevölkerung wurde es als Pädschen bezeichnet, die Schüler nannten sich Pädschler. Im Jahre 1941 erfolgte die Umwandlung in eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt. Von 1946 bis 1975 wurden an diesem Ort Lehrer ausgebildet, bevor das Haus bis 2000 eine Sonderbildungseinrichtung für Hörgeschädigte beherbergte. Von 2002 bis 2014 befand sich eine Höhere Berufsfachschule für Informatik im Gebäude, das IT-College Putbus.
Events in Putbus
19. März 2026, 18:30–20:30 Uhr
Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: Klangfülle Barock
📍 Marstall Putbus
Orchesterkonzert
20. März 2026, 18:30–18:30 Uhr
Typical Tina Show
📍 Theater Putbus
Die Show vom Londoner Westend Eine energiegeladene Hommage vom Londoner Westend mit Karin Bello als Tina Turner, begleitet von Ihrer 5-köpfigen Live-Band und 2 Tänzerinnen.
22. März 2026, 10:00–12:00 Uhr
Festspiele Mecklenburg-Vorpommern: Festspielkehraus
📍 Theater Putbus
Abschlusskonzert