Sattel auf dem Hengst - Burgwall in der Stubnitz
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Sattel auf dem Hengst - Burgwall in der Stubnitz

Der "Sattel auf dem Hengst" ist ein Burgwall im Waldgebiet der Stubnitz, der seinen Namen phantasiereichen Fischern zu verdanken hat. Der "Sattel auf dem Hengst" befindet sich ca. 1 km von Sassnitz entfernt direkt am Steilufer der Kreideküste. Bedingt durch seine Lage stürzen fast jedes Jahr Reste des „Sattels“ - des Walles - ins Meer. Der Name „Hengst“ stammt angeblich von der Kliffformation, in der wohl phantasiereiche Fischer von See aus den Kopf eines Pferdes erkennen wollten. Vom Wall ist noch ein bogenförmiger ca. 90 m langer Abschnittswall erhalten, der in der Mitte einen Einschnitt, vermutlich einen Zugang zur Innenfläche, aufweist. Geborgen wurden u. a. Tierknochen und Keramikscherben aus der Bronze- und Slawenzeit. Sofern eine frühe Datierung in die Bronzezeit zutrifft, läge hier der älteste Burgwall von Rügen. Autor: Katrin Staude / Archäo Tour Rügen, archaeo-tour-ruegen.de

Sattel auf dem Hengst – Burgwall in der Stubnitz nahe Sassnitz

Der „Sattel auf dem Hengst" ist ein bemerkenswerter Burgwall im Waldgebiet der Stubnitz, rund einen Kilometer von Sassnitz auf der Ostseeinsel Rügen entfernt. Direkt am Steilufer der Kreideküste gelegen, verdankt die Anlage ihren ungewöhnlichen Namen phantasievollen Fischern, die von See aus in der Kliffformation den Kopf eines Pferdes erkannten – und die Anlage auf dem „Hengst" als dessen Sattel deuteten.

Bronzezeit bis Slawen­zeit – archäologische Bedeutung des Burgwalls

Vom ursprünglichen Wall ist heute noch ein bogenförmiger, rund 90 Meter langer Abschnittswall erhalten, der in der Mitte einen Einschnitt aufweist – vermutlich den einstigen Zugang zur Innenfläche. Bei archäologischen Untersuchungen wurden Tierknochen und Keramikscherben aus der Bronze- und Slawenzeit geborgen. Sollte sich eine frühe Datierung in die Bronzezeit bestätigen, wäre der „Sattel auf dem Hengst" der älteste bekannte Burgwall der gesamten Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern. Bedingt durch die exponierte Lage am Kliff bricht jedes Jahr ein weiteres Stück des Walles ins Meer ab.

Anreise zum Burgwall Sattel auf dem Hengst in Sassnitz

Der nächstgelegene Bahnhof ist Sassnitz, von dem aus der Burgwall in der Stubnitz in etwa 2,3 km erreichbar ist. Wer mit der Fähre anreist, gelangt ebenfalls über den Fährhafen Sassnitz bequem zum Ausgangspunkt. Für Besucher, die mit dem eigenen Pkw anreisen, bietet Sassnitz als Ausgangspunkt für den Spaziergang durch die Stubnitz eine gute Anbindung über die Bundesstraße in Richtung Rügen.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Sassnitz

Seesteg Sassnitz

Seesteg Sassnitz

📍 Sassnitz

Die Sassnitzer Seebrücke ist ein beliebter Aussichtspunkt, um die Ostseefähren von und nach Schweden zu bestaunen. Die Sassnitzer Seebrücke ist 105,5 Meter lang und wurde in den Neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts gebaut. Seitdem fahren die Fahrgastschiffe an dem Bauwerk vorbei, weil an dessen Ende das Wasser zu flach ist. Genutzt wird der Steg heute hauptsächlich als Aussichtsplattform für Touristen, für Angler aber auch als Badebrücke für Jedermann.

Stadtbibliothek & Stadtarchiv Sassnitz

Stadtbibliothek & Stadtarchiv Sassnitz

📍 Sassnitz

Die Stadtbibliothek und das Stadtarchiv Sassnitz bieten Gästen und Einheimischen umfangreice aktuelle aber auch historische Nachschlagewerke über die Insel Rügen. Die Stadtbibliothek Sassnitz führt ca 24.000 Medieneinheiten - das schliesst unter anderem Romane, Sach- und Fachliteratur, Kinder- und Jugendbücher sowie CDs und DVDs ein. Darüber hinaus werden den Besuchern Internetzugänge angeboten. Für die kleinen Gäste gibt es eine Kinderbibliothek, die in Altersgruppen aufgeteilt ist. In unregelmäßigen Abständen bietet die Stadtbibliothek Veranstaltungen für verschiedene Zielgruppen an. Das Angebot reicht von Kinderveranstaltungen wie Märchenlesestunde bis hin zu Kursen, um das Lesen der Deutschen Schrift zu erlernen. Öffnungszeiten: Montag: 09 - 12 Uhr & 13 - 16 Uhr Dienstag: 09 - 12 Uhr & 13 - 18 Uhr Mittwoch geschlossen Donnerstag: 09 - 12 Uhr & 13 - 18 Uhr Freitag: 09 - 13 Uhr

Schlossruine Dwasieden

Schlossruine Dwasieden

📍 Sassnitz

"Das weiße Schloss am Meer" - Erinnerungen an ein Schloss, das es heute so nicht mehr gibt. Das Herrenhaus Schloss Dwasieden befand sich nahe Sassnitz auf Rügen in unmittelbarer Nähe der Ostsee. Dieses ehemalige prachtvolle Gebäude wurde in den Jahren 1873 bis 1877 im Auftrag von Adolph von Hansemann, Inhaber der Disconto-Gesellschaft in Berlin und einer der reichsten Männer der Bismarckzeit, erbaut. Der Architekt des Herrenhauses war Friedrich Hitzig, ein Schüler vom berühmten Friedrich Schinkel. Die Architektur war angelehnt an die Bäderarchitektur, die für die Ostseeküste Vorpommerns prägend ist. Von dem Prachtbau existieren aufgrund der Sprengung 1948 nur noch Ruinenreste sowie der 1997 ausgebrannte Marstall. Die Reste des Ensembles befinden sich auf einer Anhöhe oberhalb der Ostsee, die unmittelbar südwestlich an den Stadthafen von Sassnitz anschließt. Die Schlossallee zum Schloss Dwasieden zweigt von der Straße nach Mukran ab (von Sassnitz kommend). "Das weiße Schloss am Meer" ein Buch von Ralf Lindemann, erzählt die Geschichte des Schlosses sehr ausführlich. Regelmäßig werden Führungen zu den Schlossruinen durchgeführt.